Sozialabbau stoppen. Sozialstaat strken.

Eine gemeinsame Initiative von Sozialverband (SoVD) und Volkssolidaritt (VS).



Die gemeinsame Initiative von SoVD und Volkssolidarität hat das Ziel, eine breite gesellschaftliche Debatte über ein neues Sozialstaatsverständnis anzustoßen. Am 28. Mai 2008 ist das Grundsatzpapier zur Stärkung des Sozialstaats vorgestellt worden.

Mit einer Unterschriftenaktion gegen Sozialabbau wollen die beiden Verbände der Forderung nach sozialer Gerechtigkeit gegenüber der Politik Nachdruck verleihen.

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Der Aufruf: Sozialabbau stoppen. Sozialstaat stärken

Der massive Sozialabbau, der mit der Agenda 2010 eingeleitet wurde, hat die Lage vieler Menschen verschlechtert. Rentenkürzungen, Hartz IV und die Gesundheitsreformen haben die Bürger finanziell schwer belastet. Löhne, Renten und Sozialleistungen verlieren weiter an Kaufkraft, weil die Preise steigen und die Mehrwertsteuer erhöht wurde. Dagegen steigen die Gewinne der großen Unternehmen stetig und die Managergehälter ins Unermessliche. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer. Es ist ein Skandal, dass heute in einem so reichen Land wie Deutschland jeder 8. Erwachsene und jedes 6. Kind in Armut lebt. Der soziale Kahlschlag muss gestoppt werden!

Wir brauchen einen aktiven Sozialstaat, der ein Höchstmaß an sozialer Gerechtigkeit sichert.

Deshalb fordern wir:

Denker
  • einen gerechten Anteil für alle Menschen in unserem Land am wirtschaftlichen Aufschwung!
    Bei Rentenanpassungen, Hartz IV und anderen Sozialleistungen muss mindestens ein Inflationsausgleich erfolgen, um weitere Kaufkraftverluste abzuwenden.
  • eine wirksame Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung!
    Kinderarmut und die drohende Altersarmut müssen jetzt verhindert werden. Langzeitarbeitslose brauchen eine echte Chance und mehr Qualifizierung.
  • mehr Chancen für Kinder und Jugendliche!
    Kinderbetreuung sowie Schul- und Berufsausbildung müssen in hoher Qualität und weitgehend kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Herkunft und sozialer Status dürfen nicht zum Hindernis für gleiche Lebenschancen werden.
  • den Stopp der Privatisierung und Kommerzialisierung von sozialen Leistungen!
    Die sozialen Sicherungssysteme müssen auch weiterhin die solidarische Absicherung der großen Lebensrisiken gewährleisten. Wir fordern eine gute und zuverlässige Gesundheitsversorgung, menschenwürdige Pflege sowie soziale Sicherheit im Alter.
  • hohe Einkommen und Vermögen bei der Finanzierung des Sozialstaats stärker heranziehen!
    Auch hohe Einkommen und Vermögen müssen einen angemessenen finanziellen Beitrag leisten, damit die Finanzierung des Sozialstaates nicht länger zum überwiegenden Teil auf den Schultern der Arbeitnehmer lastet.

Unterstützer des Aufrufs

  • Frank Bsirske, Vorsitzender der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di (zum Text)
  • Prof. Dr. Hans- Ulrich Deppe, Medizinsoziologe und Sozialmediziner, J.W. Goethe-Universität Frankfurt/ a.M. (zum Text)
  • Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach SJ, Professor für christliche Gesellschaftsethik an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen / Frankfurt am Main (zum Text)
  • Detlef Hensche, Rechtsanwalt, ver.di (ehem. Vorsitzender der IG Medien)
  • Walter Link, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) (zum Text)
  • Prof. Dr. Hans-Joachim Maaz, Psychotherapeut, Halle (zum Text)
  • Brunhilde Raiser, Vorsitzende des Deutschen Frauenrats (Berlin) (zum Text)
  • Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Leiter des Bereichs Public Health am Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) und Mitglied des Sachverständigenrates für die Konzertierte Aktion im Gesundheitswesen
  • Horst Schmitthenner, Leiter des Verbindungsbüros Soziale Bewegungen im Vorstand der IG Metall (zum Text)
  • Peter Sodann, Schauspieler, langjähriger Tatort-Kommissar und Theater-Intendant in Halle
  • Ulrich Thöne, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) (zum Text)
  • Dr. Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall (zum Text)



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