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Unterstützer des Aufrufs - Frank Bsirske - Vorsitzender der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di

Die Vereinte Dienstleistungs-Gewerkschaft ver.di unterstützt die gemeinsame Initiative von SoVD und Volkssolidarität inhaltlich voll. Auch ver.di ist der Ansicht, dass die sozialen Sicherungssysteme zukunftsgerecht gestaltet werden müssen. Gerade in der Alterssicherung wurden durch zahlreiche sogenannte Reformgesetze u.a. das Renteneintrittsalter angehoben, obwohl dies für viele Beschäftigte zu Rentenkürzungen führen wird, die rentenrechtliche Absicherung von Zeiten der Arbeitslosigkeit verschlechtert, Ausbildungszeiten gestrichen und durch Einführung von Kürzungsfaktoren in die Rentenformel das Rentenniveau drastisch abgesenkt.

Aus Sicht von ver.di ist die Einführung einer Erwerbstätigenversicherung, wie sie in der Initiative von SoVD und Volkssolidarität gefordert wird, dringend geboten. Die Absicherung von Beschäftigten mit langjährigen Erwerbsbiographien und unterdurchschnittlichen Entgelten muss zur Armutsvermeidung verbessert werden; z.B durch Wiedereinführung der „Rente nach Mindesteinkommen“. Aber auch weitere altersarmutsvermeidende Maßnahmen müssen beschlossen werden. ver.di kämpft dabei für einen gesetzlichen Mindestlohn von mind. 7,50 €. Sowohl für die heutigen wie auch für die künftigen Rentnerinnen und Rentner sind Korrekturen in der Rentenformel unerlässlich. Die Politik hat durch das Aussetzen der Riestertreppe durch das Rentenanpassungsgesetz 2008 selbst eingestanden, dass die Kürzungsfaktoren in der Rentenformel nicht mehr hinnehmbar sind. Deshalb ist ver.di der Ansicht, dass zu einer Anpassung der Renten entsprechend der Löhne und Gehälter zurückzukehren ist und alle Kürzungsfaktoren aufgegeben werden müssen. Dabei ist eine Mindestanpassung an die Inflationsrate anzustreben.


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