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Unterstützer des Aufrufs - Dr. Hans-Jürgen Urban - Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall

Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Solidarität!
Anmerkungen zur Initiative „Sozialabbau stoppen! Sozialstaat stärken!“

Seit Jahren stehen sozialstaatliche Errungenschaften unter Druck. Die Spielregeln der internationalen Finanzmärkte bestimmen zunehmend Wirtschaft und Gesellschaft. Und die Regierungen sehen – nicht nur in Deutschland – ihre Aufgabe darin, diese Entwicklung zu befördern: Durch eine Politik der Privatisierung sozialer Risiken, der Arbeitsmarktderegulierung und der Öffnung der sozialen Sicherungssysteme für die Anlageinteressen der Kapitalmarktakteure. Der Sozialstaat droht zum Wettbewerbsstaat zu werden.

Deutschland ist auf dem Weg in eine tief gespaltene Gesellschaft, in der die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer wird. Die Menschen spüren diese Gerechtigkeitslücke und wachsende „Politikverdrossenheit“ ist die Folge. Der Schaden für die Demokratie ist erheblich.

Die Antwort kann nur lauteten: Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Solidarität. Der Sozialstaat ist und bleibt eine unverzichtbare Institution zur Humanisierung und Demokratisierung unserer Gesellschaft!

Der Sozialverband Deutschland und die Volkssolidarität leisten mit ihrer Initiative einen wichtigen Beitrag zur dringend notwendigen gesellschaftlichen Debatte über ein neues Sozialstaatsverständnis, an der sich auch die IG Metall intensiv beteiligt. So verstehen wir etwa unsere jüngst gestartete Initiative „Neuer Generationenvertrag“ als ein Projekt sozialstaatlicher Erneuerung im Feld der Alterssicherung.


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