Seite schließen

Unterstützer des Aufrufs - Brunhilde Raiser - Vorsitzende des Deutschen Frauenrats (Berlin)

Der DEUTSCHE FRAUENRAT fordert…

Geschlechtergerechtigkeit

Der massive Sozialabbau hat vor allem die Lage von Frauen in Deutschland nachweislich verschlechtert, daher muss ein aktiver Sozialstaat bei einem Höchstmaß an sozialer Gerechtigkeit die Geschlechtergerechtigkeit sichern.

Wirksame Bekämpfung der Armut von Frauen

Da die gesetzliche Rentenversicherung an das Erwerbseinkommen anknüpft und frauentypi-sche Erwerbsunterbrechungen nur in geringem Umfang ausgleicht, wird Altersarmut auch auf absehbare Zeit ein reines Frauenthema bleiben. Frauen können die gängigen Armutsfal-len zum Beispiel seltener vermeiden als Männer, weil ihnen auf dem Arbeitsmarkt weniger Vollzeitstellen zur Verfügung stehen.

Lohngleichheit

Frauen in Deutschland verdienen im Durchschnitt immer noch 22 bis 24 Prozent weniger. Mit Blick auf die ungleichen Entgelte für gleichwertige Arbeit und die Tatsache, dass sich Frauen deutlich häufiger als Männer in den niedrigen Entgeltgruppen befinden, fordert wir die Ein-führung eines gesetzlichen Mindestlohns in Höhe von 7.50€.

Eine ausreichende Betreuungssituation für pflegebedürftige Familienangehörige und Kinder

Die Mehrzahl der Pflegebedürftigen sind Frauen, 73 Prozent der pflegenden Angehörigen sind ebenfalls Frauen, die für die Pflege meist ihre Erwerbsarbeit und damit die eigenständige Existenzsicherung unterbrechen. Damit geht nicht nur Einkommen verloren, vielmehr schwinden auch die Aufstiegsmöglichkeiten im Beruf, die bei den meisten Frauen vorher schon durch die Unterbrechung wegen der Sorge für die Kinder gefährdet wurden. Frauen können ihre Chancen häufig nicht wahrnehmen, weil die Betreuungssituation für Kinder aller Altersstufen und pflegebedürftige Familienangehörige nicht ausreichend ausgestattet ist.


Seite schließen


>> Zum Seitenanfang